KI-Künstler Dirk Habenschaden wurde mit seinem Erstwerk „Poetry in Black and White“ bereits im ersten Jahr für die Longlist des BBA Artist Prize 2026 nominiert.
Der BBA Artist Prize wird jährlich von der Berliner BBA Gallery vergeben und richtet sich an internationale zeitgenössische Künstler. Aus der Longlist wird eine Shortlist ausgewählt, deren Arbeiten im Rahmen einer Ausstellung in Berlin präsentiert werden.
Mit der Nominierung würdigt die Jury eine Arbeit, die generative Bildverfahren mit einer radikal reduzierten, monochromen Bildsprache verbindet und zugleich neue Formen immersiver Erfahrung im digitalen Raum eröffnet.
Habenschaden hat dieses Jahr zum ersten Mal eines seiner Werke eingereicht und direkt mit dem multimedialen Gesamtkunstwerk überzeugt. In einer Zeit, in der Technologie oft nur als funktional betrachtet wird, konzentriert sich seine Arbeit auf den Prozess der Co-Kreation. „Die Entstehung der Serie war weniger ein Designprozess als vielmehr eine archäologische Ausgrabung: ein stilles Hin und Her zwischen menschlicher Absicht und der präzisen Logik der Maschine“, erklärt Habenschaden.
„Poetry in Black and White“ verbindet Fine-Art-Prints mit Video, Sound und Sprache. In Habenschadens Ausstellung erscheint die Arbeit als dreiteilige, synchronisierte Projektion (Digital Triptych): ein Zusammenspiel aus bewegtem Bild, Klang und Text, das den Raum in eine meditative, beinahe sakrale Erfahrungszone verwandelt.
Die starke Schwarz-Weiß-Visualisierung reduziert die Komplexität und zwingt den Fokus auf Form, Textur und organische Bewegung. Es ist ein Versuch, den „Geist“ der Maschine sichtbar zu machen – Gedankenschichten, die unsichtbar und dennoch präsent sind und darauf warten, sich für diejenigen zu entfalten, die bereit sind, unter die Oberfläche zuschauen und zuzuhören.
Was passiert, wenn ein Bild nicht das Ende ist – sondern zum Zugang in einen erweiterten Erfahrungsraum wird?
Im Zentrum der Serie stehen sechs digitale Entitäten, die als psychologische Archetypen im Spannungsfeld zwischen menschlicher Intuition und generativen Prozessen entstehen. Sie erscheinen weniger als Figuren, denn als eigenständige Präsenzen.
Doch die Arbeiten enden nicht im Bild.
Die Prints führen diese Erfahrung weiter. Jeder von ihnen enthält einen integrierten Code, der in eine digitale „Resonance Chamber“ führt – eine individuelle Erweiterung des Werkes im virtuellen Raum.
Die Serie entstand in einem Dialog zwischen gezielter Steuerung und algorithmischer Eigendynamik – ein Prozess, den Habenschaden als eine Form archäologischer Suche beschreibt, aus der sich eine Form „binärer Poesie“ entwickelt.
„Nicht das Werkzeug zählt – sondern die emotionale Resonanz“
Dirk Habenschaden
Über den Künstler
Dirk Habenschaden ist ein interdisziplinärer Künstler, der mit generativer KI immersive Arbeiten im Zusammenspiel von Bild, Sound und Raum entwickelt. Mit über drei Jahrzehnten Erfahrung als Experience Designer verbindet er narrative Gestaltung mit digitalen Bildsystemen. Seine Arbeiten verknüpfen physische und digitale Ebenen: Fine-Art-Prints werden zu Zugangspunkten in audiovisuelle Resonanzräume.