Proscriptio —
A Requiem in Nine Stations.

Wer den Raum betritt, wird empfangen von einer sakralen Wucht, die einem sofort den Atem nimmt: Tief wummernde Frequenzen, choraler Hall und rohe Industrial-Klänge durchdringen den Körper, noch bevor sich die Augen an das Dunkel gewöhnen können.

Proscriptio schließt sich als raumgreifender Halbkreisbogen um den Besucher. Neun Stationen folgen der liturgischen Härte des Requiems – von der unerbittlichen Anklage bis zur letzten, flehenden Bitte. Jede Bildtafel kippt dabei spürbar nach vorn in den Raum, neigt sich dem Eintretenden entgegen. Die unausweichliche Konfrontation des Geschehens.

Bild, Licht, Raumklang

  1. Jede der neun Stationen trägt vier Ebenen:

  2. 1 Den Print — Fine-Art-Print auf Alu-Dibond, 80 × 120 cm, zur Mitte geneigt
  3. 2 Den Lichtkegel — ein Hard-Edge-Spot, exakt auf das Motiv gerichtet
  4. 3 Den Raum-Klang — die Atmo-Zyklen Requiem und Verse
  5. 4 Den Headphone-Klang — den Vers des Zeugen

  6. Keine Ebene läuft für sich allein.
Bild, Licht, Raumklang: eine Station mit Print, Lichtkegel, Raum-Klang und Headphone-Klang

Boden-Projektion

  1. Unter den Füßen spannt sich ein monumentales Porträt der Figur auf, rein geformt aus feinen, leuchtenden ASCII-Partikeln. Jeder Schritt greift physisch in das Bild ein:

    Wer sich bewegt, wirbelt die Zeichen auf, reißt das Stigma auf und verweigert dem Urteil die feste Form. Doch sobald man stehen bleibt und zusieht, federn die Partikel lautlos zurück – die Passivität der Anwesenden setzt das Bild des Geächteten unweigerlich wieder zusammen.
Boden-Projektion: reaktive Partikel-ASCII-Fläche, die auf Bewegung reagiert

Licht-Choreo

  1. Scharfes Licht schneidet taktgenau ein Motiv nach dem anderen aus dem Dunkel; erst getrieben von der Härte des Requiems, dann von den kraftvoll gesprochenen Versen. Kapitel für Kapitel. Der Raum liest die Messe für sich selbst.
Licht-Choreo: Scharfes Licht schneidet taktgenau ein Motiv nach dem anderen aus dem Dunkel

Lieferformate

Neun Fine-Art-Print auf Hahnemühle Photo Rag, kaschiert auf Alu-Dibond, 3 mm. Format 80 × 120 cm, ungerahmt.

Audio-Master für Track- und Vers-Atmo-Zyklus sowie die Kopfhörer-Fassung, gemischt in Dolby Atmos, gerendert als diskretes Mehrkanal-WAV passend zum Lautsprecher-Array vor Ort.

Duales Audiosystem

Mehrkanal-Surround im Raum mit Sub-Bass-Kopplung für physische Vibration.

Kopfhörer pro Station, ausgelöst per Gewichtsschalter im Haken.

Licht-Choreografie

Dimmbare LED-Profilscheinwerfer mit Gobo-Maskierung, Hard-Edge exakt auf die Bildkante, per Timecode synchron zum Requiem.

Boden-Partikel-Projektion

Eine Deckentiefenkamera zur Erfassung der Besucherpositionen, ein oder mehrere Projektoren zur Projektion des Partikelvideos am Boden.

Raum

Vollständig abdunkelbare Black Box, ca. 80–150 m². Eine halbe Kuppel ist die bevorzugte Form, ein rechteckiger Raum funktioniert ebenso. Kontrollierte Grunddämpfung — der Hall entsteht ausschließlich synthetisch.

Interesse geweckt?

Proscriptio — A Requiem in Nine Stations konfrontiert das Publikum mit der liturgischen Härte eines Urteils und der stillen Möglichkeit seiner Auflösung im eigenen Gehen — als Zeugen wie als Teil des Geschehens.

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