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V — die Idee

Kennt ihr das Gefühl, zwischen zwei Versionen des Selbst zu sein? Zwischen dem Bild, das wir von uns zeigen, und dem, was wir innerlich vielleicht sein möchten.
Wir bewegen uns ständig zwischen Rollen, Erwartungen und Selbstbildern. Nach außen hin: stabil. Doch wenn man unter die Oberfläche schaut, existiert eine zweite Form.

Dieser Zwischenraum interessiert mich.

Mit der Serie V versuche ich, genau diesen Moment zu untersuchen: den Zustand, in dem etwas bereits begonnen hat, ohne sich vollständig gezeigt zu haben.

Der Moment, bevor etwas zu sich selbst wird.
Der Moment vor dem Werden.

V — der Style

Für V entstand der visuelle Stil über einen längeren experimentellen Prozess. Ausgangspunkt war die Reduktion des Bildes auf seine elementaren Bestandteile: Licht, Schatten und Bewegung. Die Figur wird nicht klar gezeigt. Ihre Konturen lösen sich auf, verschieben sich, entstehen neu. Schärfe wird bewusst vermieden. Stattdessen entsteht die Form aus Übergängen, aus Bewegungsunschärfe und aus der Differenz zwischen hell und dunkel. Das Bild zeigt weniger eine Person als eine Präsenz. Der Körper wird zur Spur im Raum.

Durch diese Reduktion verschiebt sich der Fokus. Nicht die Figur selbst steht im Zentrum, sondern der Moment ihrer Erscheinung. Die Bewegung erzeugt ein Flirren zwischen Sichtbarkeit und Auflösung. Schwarzweiß verstärkt diesen Effekt. Ohne Farbe bleibt nur die Spannung zwischen Licht und Schatten. Die Figur erscheint dadurch fast wie eine Projektion – gleichzeitig körperlich und immateriell.

Der visuelle Stil folgt damit dem inhaltlichen Kern der Serie:
dem Zustand kurz vor der Form.

Das Bild ist noch nicht vollständig.
Es ist im Begriff, sich zu zeigen.

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The story moves on …